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ARCHIV 2009

Liveticker Tortour

Laufenburg, 02.23

Tortour - im warsten Sinne des Wortes...

Das Ende naht, noch 80km bis zum Ziel in Neuhausen. Doch es werden noch unglaublich harte km. In der Zwischenzeit neigt sich sein Kräftehaushalt dem Ende entgegen und der Kampf gegen den Schlaf hat begonnen. Doch wer Simi kennt weiss, dass er sich durchbeissen wird und mit erhobenem Kopf das Ziel erreichen wird. Dies ist vorläufig der letzte Bericht der Betreuer-Crew. Wir danken Simi schon jetzt für dieses unglaubliche Weekend. Wir sind sehr stolz, bei diesem Anlass dabei sein zu dürfen und werden uns noch lange an dieses zurück erinnern. Nun heisst es nochmals volle Kraft voraus. Simi, kämpfen, kämpfen, kämpfen - wir sind stolz auf dich!!!

 

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Estavayer, 18:00

Das wir uns relativ selten melden zeigt bereits, dass wir von Simi ziemlich in Anspruch genommen werden. Nein nein, so schlimm ist es nicht. Er ist wirklich ein pflegeleichter und schnell zufriedenstellender Patient, ähh Rund um Schweiz Fahrer. Richtung Estavayer hatten wir einen ziemlich heiklen Moment zu überstehen. Zum ersten Mal waren ihm die Strapazen der nun bereits 36 Stunden anzusehen. Kaum hingelegt, war er bereits in tiefen Träumen. Ob er wohl von der Zielankunft in Niederhausen geträumt hat? Was auch immer auf den letzten 200km noch passieren wird. Simon ist bereits unser Champion. Was er hier leistet, ist mit Worten schlicht nicht zu beschreiben. Man muss einfach dabei sein, um es zu fassen. Übrigens, Antoinette und Lisa sind jetzt wieder zu uns gestossen und wir haben auch Besuch von Nicole und Iwan erhalten. Simon ist für jede Ablenkung sehr dankbar. Momentan ist er wieder sehr zügig unterwegs. Wir sind weiterhin guten Mutes...

 

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Saxon, 08.00

26 Stunden und Simon fährt immer noch, als ob gerade mal von Visp nach Stalden geradelt wäre. Vom Nufenen nach Visp war der Heimvorteil sehr deutlich spürbar. Eine grosse Motivation waren auch die zahlreichen wartenden Freunde in Visp. In Susten hat er sich dann kurz hingelegt. Nach 35 Minuten war's jedoch vorbei mit Faulenzen. Claudia übernahm den Weckdienst. Nach einem "reichhaltigen Frühstück":-) und frisch eingecremten Beinen ging's mit frischem Elan auf den 2. Teil der Strecke. In der Zwischenzeit sind 625km und die Mehrzahl der Höhenmeter geschafft. Die nächsten Stunden werden hart. Doch Simi wird's schon richten...

 

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Kurz nach Disentis, 22.00

Die Einfahrphase ist vorbei, nun gilts Ernst. Wir befinden uns auf dem Weg hoch zum Oberalppass. Anschliessend geht´s Schlag auf Schlag - Gotthard, Nufenen und dann voller Freude Richtung Visp. In heimischem Gefilde wird es sicher wieder um einiges einfacher rollen. Simon läuft es zur Zeit sehr gut. Leichte Achillensehnenprobleme, aber ansonsten nichts Nennenswertes. In Andermatt wird dann Claudia und Martin zu uns stossen. Sicher nochmals ein zusätzlicher Motivationsschub für Simon. 420km sind jetzt bereits auf unserem Tacho. Unglaublich, schon jetzt eine fast unmenschnliche Leistung. Während der Nacht gibt es jetzt dann für uns ein bisschen mehr Arbeit. Wir melden uns morgen früh wieder. Ihr wisst ja, no news good news!!! Güät näscht...

 

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Bever, 15:32

Schon mehr als 9 Stunden sind vorbei. Simon kämpft momentan gegen einen starken Gegenwind. Als ob es sonst nicht schon Strapazen genug wären. Wir sind jedoch voll im Fahrplan! Nachdem es bis gegen Mittag noch sehr eng war, hat sich das kleine Feld in der Zwischenzeit bereits stark in die Länge gezogen. Es ist schon jetzt kein Rennen gegen die Zeit mehr. Es zählt nur das nackte Überleben. Wir sind nach wie vor sehr optimistisch. Fahrer und Betreuer sind wohlauf und top motiviert. Hoffen wir, dass es so weiter geht...

 

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Oberried, 9.19 Uhr

120km sind bereits hinter uns. Soweit läuft alles bestens. Simon fährt einen guten Rythmus und hinterlässt einen sehr konzentrierten Eindruck. Einen kurz Schreck gab's zwischen der 1. und 2. Timestation. Glücklicherweise sind nach einem Sturz nur ein paar Schrammen am Gesicht zu sehen, ansonsten keine bleibenden Schäden:-) Glücklicherweise ist es heute bedeutend kühler, oder besser gesagt weniger  heiss als gestern. Also auch die äusseren Bedingungen stimmen. Wir melden uns gegen Mittag wieder und nicht vergessen - Daumen drücken, Daumen drücken, Daumen drücken...

 

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Auf los gehts los! Um 5.30 war tagwacht. Nach einer kurzen Stärkung begaben wir uns ins Startareal runter zum Rheinfall. Eine wirklich sehr passende Location zum Start eines solchen unglaublichen Rennens. Dann der grosse Moment - um 05.55 begab sich Simon auf 1070 km! Soweit ist alles bestens gelaufen. Der Fahrer wie auch sein Betreuerteam bestehend aus Antoinette, Lisa, Freddy, Flavio und Sascha sind wohlauf, fit und freuen sich riesig auf die bevorstehende Herausforderung. Wir sind sehr zuversichtlich und werden euch regelmässig mit neusten Infos versorgen. Also dran bleiben und Daumen drücken...