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ARCHIV 2010

24. Aug. 2010: Revue passieren lassen; Herzlichen Dank an alle

Eine für mich sehr gute Saison geht langsam dem Ende entgegen. Daher möchte ich kurz Revue passieren und die Resultate der diesjährigen Saison nochmals festhalten:

 

1. Rang 12h Kraftwerktrophy in Wien mit 460km

3. Rang in AK beim GP in Gippingen

2. Rang in AK beim Peakbreak in Österreich (7 Etappen; ca. 1000km)

3. Rang 24h in Grieskirchen (Österreich) mit 750km

5. Rang bei der Tortour rund um die Schweiz

 

Wenn ich mir diese Resultate ansehe, so muss ich sagen, dass ich mich wesentlich steigern konnte und hoffe schon bald mit den Besten mithalten zu können.

 

Meine guten Resultate führte auch dazu bei, dass ich einige sehr gute Menschen kennen gelernt habe, die mein Wille, meine Ziele, Vorhaben und Menschlichkeit schätzen gelernt haben und mich und meine Vorhaben tatkräftig unterstützen.

All meinen Sponsoren, Betreuer, Fans und "Mitfieberer" sei herzlichst gedankt. Ich werde versuchen auch in Zukunft mein bestes zu geben und mich fürs nächste Jahr nochmals zu steigern.

 

Allen einen herzlichen Dank

Simi 

24. Aug. 2010: 5. Rang bei der Tortour und überglücklich

Die Tortour, das Rennen um die ganze Schweiz, war für mich der Höhepunkt und zugleich mein Abschluss der erfolgreichen Saison 2010.

 

Mittwoch, der 18. Aug. 2010

Mein Betreuerteam (Mama, Papa, Sascha, Reto, Flavio) und ich reisten am Mittwoch Abend  nach Neuhausen, um den Check In am Donnerstag Morgen ohne Stress zu meistern. So sind wir wie aus einem Sternenmarsch in Neuhausen eingereist und unser "Hotel" bezogen. Flavio und ich durften das beste Zimmer für uns beschlagnahmen (alles soll ja seine Vorteile haben:-)). Entsprechend haben wir dann alle auch geschlafen.

 

Donnerstag, 19. Aug.2010

Flavio, Reto und Sascha mussten schon um 07.30Uhr zum Check In, wo sie alle Sachen für die Vorbereitung zur Velo- und Autoabnahme erhielten.

Um 08.40Uhr konnten sie das Auto und die Räder den Kontrolleuren zeigen. Die Vorbereitungen haben sich gelohnt. Die Kontrolleure haben uns für die vorbildliche Pünktlichkeit und pflichtbewusste Arbeit gelohnt:-)! Walliser eben:-))

Da mein Betreuerteam schon ein eingespieltes Team ist, konnte ich beruhigt ausschlafen und mich optimal auf das Rennen, den Prolog für den Nachmittag vorbereiten.

 

Prolog vom Donnerstag:

Nach einem schmackhaften Mittag habe ich mich mit meinem Trainingspartner Flavio für den Prolog aufgewärmt. Während der Aufwärmzeit haben wir auch den Prolog abgefahren, er erwies sich als ziemlich kurz, doch sehr steil. Trotzdem wollte ich am Nachmittag einen guten Prolog fahren.

Wie gewünscht, ist es mir auch gelungen. Am Schluss des Anstiegs stand meine Betreuercrew und hat mich tatkräftig unterstützt. Um die Ecke fuhr ich mit letzter Kraft und fiel fast in die Knie. Die letzten 3oo flachen Meter versuchte ich nochmals mit Vollgas zu fahren, um eine gute Zeit zu erzielen.  Mit einem super 5. Rang im Prolog habe ich mir eine ausgezeichnete Startposition für die Tortour geschaffen.

So durfte ich nach JURE, RATSCHOB, SAMTLEBEN und MICHAEL an den Start gehen.

Am Abend hat uns dann Flavio verlassen, wobei Markus und mein Schatz Claudia noch zu uns gestossen ist.

 

 

Freitag, den 20. Aug. 2010

Freitag Morgen 01.30Uhr, der Wecker schrillt und ich bin gerade erst eingenickt. Habe ich um 22.45Uhr die Kirchenglocke noch gehört, hiess es nun, raus aus den Federn und rein ins Vergnügen.

Die Nacht vor dem Rennen, nur 2-3h Schlaf und ca. 45h Radrennen vor mir, wie soll es um mich geschehen?

So waren meine ersten Gedanken, welche ich noch im Bett hatte.

Nach einem Müesli im Bett und einer Dusche versuchte ich die letzten Sachen zu packen um pünktlich am Start zu stehen.

Die Anspannung stieg, der Start rückte näher.

Als erster stieg JURE ins Rennen. Dieser Anblick muss man einmal gesehen haben. Ein Mensch dieser Selbstbewusstheit, eine Maschine, Kämpfer pur. Allen war schon da klar, der Sieg kann nur über JURE gehen. 

5min später stand ich auf der Bühne, der Start erfolgt und so begann mein lang ersehnter Start in Neuhausen.

Nach einigen Minuten haben mich die ersten Verfolger eingeholt und zugleich überholt. Trotzdem blieb ich ruhig und fuhr meine 34km/h im Schnitt nach Steckborn. Kein Sturz am Anfang wie letztes Jahr, keine Hektik dank dem 30s Start, alles verlief wie vorgehabt.

In Küblis, vor dem ersten Berg (Flüelapass), lag ich auf dem 12. Rang. Doch ich war überzeugt von mir selbst und wusste, dass die anderen mit Sicherheit zu schnell gestartet sind.

Wie erwartet konnte ich die ersten schon im Flüelapass wieder überholen. Als ich manche Gesichter sah, wusste ich, dass ich das richtige getan habe.

Über Zernez, Julierpass, Bonaduz, Disentis, Oberalp- und Gotthardpass nach Airolo habe ich mir meinen Startplatz fast zurück erkämpft. So lag ich in Airolo auf dem 6. Platz.

Bis anhin hatte ich nur eine Krise, welche ich in der Abfahrt vom Julierpass eingefangen habe. Der Schlaf machte sich bemerkbar. Trotzdem wollte ich diese Krise ohne Cola, Redbull, oder Activator vorüberziehen lassen. Was mir dann auch gelang.

In Airolo wollte ich die Krise überlästigen und stieg bevor die zweite Krise eintraf für 10min in den Bus. Doch ich konnte nicht einschlafen und entschloss mich somit wieder aufs Rad zu steigen.

Den Nufenen durfte ich gemeinsam mit Erwin in Angriff nehmen, da Sandro und Erwin zur selben Zeit in Airolo eingetroffen sind, als ich losfahren wollte.

Nach dem Bedretto-Tal musste ich Erwin ziehen lassen. Ich musste mich zuerst an die Steilheit gewöhnen. Als ich dann den Rythmus gefunden habe, versuchte ich mein Tempo zu verschärfen und einer nach dem anderen zu "fressen". 200m unterhalb des Nufenenpasses habe ich dann auch die Nr. 116 überholt und mir den 4. Platz gesichert.

 

Samstag, den 21. Aug. 2010:

Über den Nufenenpass und dem Goms erreichte ich die TS in Brig, in welcher ich herzlichst begrüsst worden bin. Dies gab mir die nötige Motivation, um mir die Fahrt durchs Wallis zu vereinfachen. In Visp hat uns dann Stefan und Martin verlassen, welche uns während der Fahrt über den Gotthard und Nufenen begleitet haben und somit Mama und Papa für einen Moment abgelöst haben.

In Aigle habe ich dann die erste richtige Schlafpause eingelegt, dies nach ca. 26h nonstop auf dem Rad. Nach einer halben Stunde wurde ich leider schon wieder geweckt. Die Aufwachphase war verdammt hart, doch das schlimmste war vorüber, so versuchte ich mich zu motivieren.

Über Aigle, Montreux, Chatel St.Denis, erreichte ich Moudon. Diese Etappe ist mir gut gelungen. Die Etappa nach Murten verlief gut und konnte mich auf meinen Cousin Fredy freuen, der mich während einem Teilstück begleiten würde. Die Begleitung durch Fredy hat mir gut getan und wir kamen gut voran. Nur das Knie begann zu schmerzen, was mir später noch Sorgen bereitet hat.

In Sonceboz angekommen musste ich mein Knie kühlen und wir haben uns über das weitere Vorgehen unterhalten. Physisch war ich noch voll mit den Leuten, leider machte sich der Schmerz im Knie immer mehr bemerkbar.

Trotzdem versuchte ich weiter zu fahren. Trachsel Michael kam mir immer näher, die Schmerzen stärker und somit wurde ich von Michael überholt.

In der Nähe von Moutier war ich der Aufgabe so nah wie noch nie. Ich sass am Strassenrad, den Kopf zum Boden genickt und wischte meine Augen ab.  Es tat mir gut meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

Ich entschloss mich weiter zu fahren, was sich später als richtig erwiesen hat.

Über die steilen Strassen konnte ich Michael nochmals einholen. In Laufenburg haben wir uns zur selben Zeit eingeschrieben. Zu dieser Zeit war ich wieder in einer sehr guten körperlichen Verfassung, wobei das Knie immer noch schmerzte. Doch der Kopf stimmte. So habe ich Michael das Tempo machen lassen. Ich dachte mir, dass ich ihn in den nächsten 75km nochmals sehen werde. Denn normalerweise kann ich mich zum Schluss nochmals extrem motivieren.

Leider machte mir der Magen einen richtigen Strich durch die Rechnung. Der Toilettengang stand fast halbstündlich auf dem Programm, was der Angriff auf Michael nicht mehr ermöglichte.

 

So kann ich nur den Hut vor Michael Trachsel ziehen und ihm für die super Leistung gratulieren. Er hat ein super Rennen geboten.

 

Da in Neuhausen ein grosses Fest war, wurde meine Zieleinfahrt durch das Feuerwerk noch beeindruckender als es sowiso schon gewesen wäre. Voller Freude und Genugtuung sind wir um ca. 21.30Uhr in Neuhausen eingetroffen. Ich und mein Betreuerteam waren überglücklich über meinen 5. Rang.

 

Dieses Wochenende wird noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Bei folgenden Personen möchte ich mich bedanken:

meine Betreuer

die Fans, welche mich in Brig begrüssten

alle Gästebucheinträger und SMS-Schreiber

welche an mich geglaubt haben

meine Sponsoren

Bike Store Schweizer

 

herzlichen Dank an Alle.....

Es war für mich ein unvergesslicher Moment, als ich die Ziellinie unfallfreu überfahren durfte . Diesen Moment möchte ich nicht missen und werde mich fürs nächste Jahr nochmals ins Zeug legen.

 

P.S: Wie in der Zeitung steht, hatte ich mir ein persönliches geheimes Ziel gesetzt. Dieses Ziel habe ich erreicht. Es war der 7. Rang, welcher ich unbedingt erreichen wollte. Denn ich dachte mir, dass ich mit diesem Resultat meine weitere Zukunft planen kann und sagen darf, dass ich zu mehr fähig bin.

 

Der nun erreichte 5. Rang ist noch besser, doch auch dieses Rennen hat mir gezeigt, dass solche Rennen erst vorbei sind, wenn du die Ziellinie überquerst. Vor mir liegt noch viel Arbeit, welche ich nun im Winter zu erledigen habe.

Hier nur einige Fragen, welche ich mir stelle:

Warum schmerzte das Knie?

Warum war der Toilettengang erheblich

Sind die Lähmerscheinungen in den Fingern und Zehen normal?

 

Also ihr seht, die Saison ist für mich noch nicht entgültig abgeschlossen.

 

Lieber Gruss

Simi

 

 

13. Juli. 2010: 3. Rang in Grieskirchen

Nach einer Woche genussvollen Ferien in Österreich habe ich mich am Samstag wieder einmal für 24h aufs Rad gesessen.

Bevor das Rennen begann, erlebte ich noch zwei ganz tolle Überraschungen.

Als ich am Freitag Nachmittag im Liegestuhl in Österreich sass, schrieh einer auf einmal, "hab di jetz üf", dies konnte nur ein Walliser sein. Als ich die Augen öffnete sah ich Martin vor mir, der für mich die 10h Zugfahrt in Kauf nahm. Ich wusste nicht mehr, was ich sagen sollte. Ich war extrem froh, war jemand da, der Claudia unterstützen konnte. (Martin und Claudia haben mich schon etliche Male zu einem Rennen begleitet, ein Teil meines super Betreuerteams stand also mit mir am Start). Dies noch nicht alles.

 

Als wir am Samstag zum Start fuhren, stand auf einmal mein kleiner Gettibub Jan neben mir. Dann noch meine Mama, jetzt war ich absolut sprachlos. Die Überraschung, welche Claudia, Martin, Mama und Jan eingefädelt haben, ist ihnen absolut gelungen.

 

Nun zum Rennen:

Der Startschuss fiel am 12Uhr. Zum ersten Mal konnte ich meine Konkurrenten betrachten. Ich kannte niemanden, denn die Startliste haben die Veranstalter nicht veröffentlicht.

Als der Veranstalter gesagt hat, dass die Sieger von den Jahren 2008 und 2009 am Start stehen und dies mit einer Rundenanzahl von 37, war mir schnell bewusst, dass ich mich bestens mit Platz 3 begnügen kann.

Die Hitze am Mittag war extrem, doch die Höchsttemperatur war noch nicht erreicht. So hatten viele Fahrer schon sehr früh Probleme mit Krämpfen, Magenproblemen usw.

Auch mich hat es getroffen. Die Hitze hat mich so gefertigt, dass ich nach ca. 4h an eine Aufgabe dachte.

Nach einem kurzen Stopp, einem Telefon mit Sascha (hat an diesem Tag den Zermatt Marathon in einer super Zeit gelaufen), und durch motivierenden Worten meines gesamten Betreuerteams, versuchte ich nochmals mich zu motivieren.

Zu dieser Zeit belegte ich ca. den 15. Rang.  

Nach einer Runde musste ich nochmals stoppen, die Hitze war für mich unerträglich, ich kriegte Magenprobleme, musste meinen Körper mit Eis kühlen. Die Aufgabe lag so nahe wie noch nie.

 

Da Martin, Jan und Mama nur für mich diese Strecke in Angriff nahmen, konnte ich mich mental nochmals stärken und fuhr einfach weiter. Ich kämpfte mit mir und meinen Gedanken, meinen Beinen und meinem Magen. Habe sowas noch nie erlebt.

Ich freute mich das erste Mal auf eine Nachtfahrt.

Die traf dann auch ein, es wurde kühler und ich fühlte mich immer besser. Lange fuhr ich alleine die Runden, erholte mich dank meinem eigenen Rythmus sehr gut, bis mich der zweitplatzierte und ein paar Teamfahrer überrundet haben. Dank meiner guten Verfassung zu dieser Zeit, konnte ich dann einige Runden mit dieser Gruppe fahren, was sich ausbezahlt hat. Platz um Platz wurde aufgeholt. Viele haben die Krise in der Nacht erlitten und ich konnte aufholen. So erkämpfte ich mir den 3. Rang, welcher ich dann während letzten 7h zu verteidigen hatte.

 

Mein Team mit Claudia, Martin, Mama, Jan, Claudias Bruder Michael, Claudias Vater Anton und Claudias Freundin Bianca haben eine super Leistung erbracht. Mich motiviert, unterstützt und voran getrieben. 

 

Dieser 3. Rang bedeutet mir sehr viel. Trotz schlechtem Start kämpfte ich mich durch. Die beiden Ersten liegen noch nicht in meiner Reichweite. Doch ich habe die anderen Podiumsfahrer der letzten Jahre vom Podium verdrängt und gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.  

1.Platz Venier Franz (für Exremsportler kein Fremder)

2.Platz Pötzelsberger Franz

3.Platz Ruff Simon

 

Zum Abschluss möchte ich mich bei allen bedanken, die mich per SMS oder Telefonaten unterstützt haben.

Dem Team, welches mich super unterstützt hat und natürlich beim meinem Schatz Claudia, die für mich alles organisiert und geführt hat.

Vielen, vielen Dank

 

Simi 

P.S. Fotos sollten in den nächsten Tagen folgen.

29, Juni. 2010: Adidas eyewear und Flückiger Optik neue Sponsoren

Ultraradrennen mit Linsen zu fahren sind für die Augen eine wahre Tortour. Die Augen trocknen aus, die Linsen werden härter und wirken mit der Zeit störend.

 

So war ich lange auf der Suche nach einer optimalen Lösung.

Eine Augenlaserung ist bei mir nicht möglich.

So habe ich mich mit Silhouette Schweiz in Verbindung gesetzt, welche mir Flückiger Optik in Visp empfohlen haben.

Durch die professionelle Beratung bei Flückiger Optik habe ich mich für eine Adidas Sportbrille mit Innenclips entscheiden können.

 

Heute Mittag durfte ich die neue Bikebrille von Adidas abholen.

Gleich nach der Arbeit machte ich mich auf eine Trainingsfahrt, um die Brille mit den Korrektur-Clips zu testen.

Das erste Mal ohne Linsen in den Augen auf der Strasse.

Ein super Gefühl, klare Sicht und das mühsame einlegen der Linsen entfällt.

Auf diesen Moment habe ich schon lange gewartet, einfach Klasse.

Mit den passenden Wechselgläser sind die Augen während 24h optimal geschützt.

 

Für die Brille von Adidas möchte ich mich bei Silhouette Schweiz und für die Korrekturgläser bei Flückiger Optik herzlichst bedanken.

 

Im Weiteren war ich letzte Woche beim Peakbreak, wie es mit ergangen ist, findest du in der Rubrik News.

 

Bis bald

Simi

 

 

29. Juni. 2010: 2. Rang in der Altersklasse beim Peakbreak

Während dem 19. und dem 26. Juni 2010 habe ich am Peakbreak in Österreich teil genommen. Dies ist ein Etappenrennen für Jedermann, wobei die Stärke der Fahrer nicht zu unterschätzen ist.

 

1 Prolog / 7 Etappen / 1`000km / 15`000hm / 33Std. 38min / Rang zwei in der Alterklasse / Rang 8 in der Overall-Wertung / dies sind Fakten, die für eine harte Woche sprechen.

 

Mit dem Ziel, ein hartes, unfallfreies Trainingslager in Rennatmosphäre zu bestreiten, nahm ich den ca. 650km langen Weg nach Villach in Österreich in Angriff. Am Freitag Abend ausgelaugt angekommen, versuchte ich mich von der Reise zu erholen.

Am Samstag stand dann schon der Prolog auf dem Programm, welcher mit 16km und 1`000hm erste Klarheiten mit sich brachte.

Nach dem Prolog lag ich in der Kat. auf Platz 3 mit ca. 0,5min hinter der Spitze.

Am Sonntag startete dann die erste Etappe, bei welcher wir während dem gesamten Rennen im Regen fuhren. Doch die weiteren Tage konnten dann auf trockenen Strassen gefahren werden. Somit wurde die Unfallgefahr erheblich minimiert.

 

Da ich am Montag auf den zweitplatzierten ca. 15min gutmachen konnte, lag ich ab diesem Tag auf Rang zwei. Adrian (1.Rang), lag schon ab Montag ausser Reichweite für die nächsten Verfolger und mich.

Yannic, der 3. Platzierte - sein Team, welches ihn unterstütze und ich, lieferten uns ein hart umstrittenes Rennen, welches ich dank dem Vorsprung am Montag für mich entscheiden konnte.

Wie diese Geschichte genau ausgesehen hat, könnt ihr im Webblog von Yannic entnehmen. Hier der Link dazu: http://yadicy.wordpress.com/

Es machte mir richtig Spass, als ich sah, wie ein ganzes Team gegen mich fuhr und versuchte mich zu fertigen. Leider ist es ihnen nicht gelungen, die Zeit vom Montag während der Woche wieder gut zu machen.

Yannic ist ein junger, talentierter Fahrer. Leider musste er am Montag in der Spitzengruppe Attacken fahren, wobei er dann entkräftet eingefallen ist und die entsprechende Zeit verloren hat.

 

Mehr möchte ich über dieses Rennen nicht erzählen. Das Peakbreak ist ein hartes Rennen für Jedermann, welches sehr gut organisiert ist und sicher weiter zu empfehlen ist. Die Streckenführung ist hart, aber sehr schön. Die Leute sind freundlich und hilfsbereit und trotz Rennatmosphäre herrscht eine familliäre Stimmung während der Woche.

Für mich war es ein sehr gutes Training, welches ich unfallfrei abspulen konnte und als Bonbon erkämpfte ich mir den 2. Platz in der Kat. Zusätzlich habe ich auf dem Kitzbühler Horn ca. 3min aufs letzte Jahr herausgeholt. Dies beweist mir, dass ich fit bin, und mein Defizit in den Bergen klar steigern konnte.

Resultate: http://www1.your-sports.com/details/index.php?page=4&eventid=4858&lang=de

 

Diese Woche gilt der Erholung mit lockeren, kurzen Ausfahrten. Ab Samstag werde ich für 3-4 Tage nochmals länger in die Pedale treten und mich Abends in einem Hotel in Österreich entspannt ausruhen. Am Donnerstag gehts dann ab nach Linz, wo wir den Vater von Claudia besuchen  und die letzten Vorbereitungen für das 24h- Rennen in Grieskirchen treffen werden. Denn in 1,5Wochen steht der Start des 24h-Rennens an.

 

Ich werde mich sicherlich nochmals vor diesem Rennen melden.

 

Bis dann

Simi

 

 

06. Juni.2010: Platz 3 in Gippingen

Gestern Abend war ich auf der Besichtigungsrunde in Gippingen.

Ich sagte zu mir, die Steigung passt (ca. 6% Steigung) und die Abfahrt ungefährlich. Was will man mehr? Doch meine Beine waren noch nicht ganz fit von der Trainingsfahrt am Donnerstag.

Trotzdem war ich zuversichtlich für Heute.

 

Am 8.00Uhr begann das Rennen in Gippingen. Die ersten zwei Runden waren extrem schnell. In der 3. Runden haben sich 3 Fahrer abgesetzt. Dort wollte ich das Loch noch einmal schliessen. Da mir niemand half, verpuffte ich viel Kraft und konnte die 3er Gruppe nicht einfangen.

Durch den Aufwand in Runde 3 hatte ich meine Mühe in den Runden 4 bis 6, wo ich mich über den Berg kämpfen musste und den Anschluss nur durch Hilfe der Abfahrt halten konnte. Ich versuchte mich in den folgenden Runden im Feld (ca. 20 Fahrer) zu schonen.

Die Runden 7 und 8 wurden in einem mässigen Tempo gefahren. Es vermochten sich weitere 5 Fahrer in der Runde 8 abzusetzen.

In der Gruppe übernahm niemand die Führung, so versuchte ich mich im Flachen von der Gruppe zu lösen und die Ausreisser einzufangen. Mir folgte niemand. Im Berg konnte ich zu den 5 Fahrern aufschliessen. Wir konnten den Vorsprung bis ins Ziel retten. Leider hatte ich keine Chance mehr, den Sprint für mich zu entscheiden. So platzierte ich mich auf den sehr guten 5. Schlussrang (3. Rang in der Kat.).  Meine Risikobereitschaft hat sich Heute ausbezahlt.

Solche Tage, beweisen mir, dass sich Training und Willen ausbezahlt machen. Ein anderer hätte nach 3 Runden das Handtuch geworfen, doch mein Kopf entschied sich für den Kampf. Es hat sich ausbezahlt.

 

Bis bald

simi

17. Mai 2010 In Wien meinen ersten Sieg gefeiert

Nach der Schlappe vor einer Woche in Bern stieg ich am letzten Donnerstag Morgen mit einem mulmigen Gefühl in den Bus.

Nach ca. 10 Stunden Fahrt sind wir gesund und munter in Wien angekommen. Nach einer Dusche und einem ersten Wienerschnitzel legten wir uns ins Bett.

 

Der Freitag wurde mit einem Spaziergang durch die Stadt und einer Shoppingtour versüsst, bevor wir am Abend die Rennstrecke mit dem Rad 4 mal befuhren. Während der Ausfahrt hatte ich das erste Mal ein gutes Gefühl in den Beinen. Hatte ich zuvor immer müde Beine vom Training, fühlte ich mich am Freitag dank zwei Ruhetagen extrem frisch und wohl auf dem Sattel. Dieses Gefühl stimmte mich positiv, doch die Ungewissheit konnte ich nicht verdrängen. Trotzdem wollte ich persönlich nach meinem letzjährigen 4. Platz das Podest anpeilen. Als wir am Abendessen von der Teilnahme von Gerhard Gulewicz erfuhren, brach für mich eine Welt zusammen.

Die Frage: Wie kann ich einen Gerhard Gulewicz schlagen, einen Röthig Holger (letzjähriger 3. bei der KT und Teilnehmer des Raams 2010)?

Mit diesen Gedanken fiel ich am Freitag Abend in den Schlaf.

 

Samstag Morgen: Das Wetter trocken, windig, doch besser als erwartet. Wir sind späht dran, verfahren uns auf der Autobahn. Alle bleiben ruhig und konzentriert. Das Einfahren fiel ins Wasser. Zeitchip montieren, Beine mit wärmender Creme einreiben und ab gehts aufs Rennrad. 

Markus und Sascha stellten mein Rad genau auf die Startlinie neben Gerhard, so konnte ich mit Gerhard ein kleines Gespräch vor dem Start führen.

Der Startschuss fiel und das Tempo stieg rasch an. Schon in der ersten Kurve entstand ein Loch von 10m zwischen der Spitzengruppe und mir mit Gerhard, Holger usw.

Ich sah Gerhard an, er wollte nicht, ich packte die Chance und spurtete zu der Spitzengruppe. Keiner folgte mir. Der Grundstein war gelegt. Nun lag es an mir, dass Tempo dieser Gruppe mit zu halten. Mit zwei weiteren Solisten wurden die ersten Runden gedreht, bis wir Gerhard und Holger eine Runde überrundeten. Danach verliess ich die Spitzengruppe und fiel zurück auf den 3. Rang. Dieser Schritt war nicht einfach, doch es war mir bewusst, dass ich dieses Tempo nicht fahren kann. So habe ich mich Gerhard angeschlossen und versuchte seine Pace zu halten, was mir stehts gelang.

Nach ca. 8h traf das ein, was ich erwartet habe. Die Führenden konnten die Pace nicht halten. Einer fiel zurück, und der andere musste entkräftet aufgeben.

So lag ich wieder an der Spitze und konnte nun ruhig meine Runden drehen. 

Die Erfahrung meines Betreuerteams trägt Früchte. Heute kann ich sagen, dass ich ein perfektes Team habe (der Zusammenhang wie auch die ewige Freundschaft von Kindesalter an bewirkt Wunder), welches die Situation des Rennens erkennt und entsprechend die Taktik anpasst, die Ernährung mischt und mir abgibt (weiss heute noch nicht alle Mixes:-), mich stets unterstützt und am Strassenrand anfeuert und mir nie eine Pause gönnt:-). So dauerte meine einzige Pinkelpause mit Jackenwechsel eine Stunde vor Schluss ca. 1min.

 

Die letzten Runden musste ich somit alleine antreten, was mich aber nicht mehr beschäftigte. Denn der Gedanke an den Sieg überwog die Müdigkeit, die enorme Kälte, die Nässe und die schweren Beine.

Nach 12h Fahrzeit und 459 gefahrenen Kilometern  überquerte ich die Ziellinie als Sieger.

 

Mein Team (Claudia, Mama, Sascha, Markus und Diana, Martin, Pia) bei welchem ich mich nochmals herzlich bedanken möchte -  Flavio, der sein erstes Langstreckenrennen absolvierte (siehe Fotos) - und ich waren über den Sieg wie auch die Leistung von Flavio überglücklich und feierten unsere Leistungen.

 

Der Sonntag stand im Zeichen der Rückfahrt. Gestern Abend kehrten wir unfallfrei ins Wallis zurück was mir persönlich sehr wichtig war. So konnten wir ein gelungenes Wochenende verbringen, welches ich sicherlich nie mehr vergessen werde.

 

Bis bald

Simi

 

   

 

25. April 2010: Die Rennsaison kann beginnen

Schon einige Monate ist es her, als ich mich das letzte Mal gemeldet habe.

Die letzten 3 Monate waren für mich sehr intensiv. Mit der Diplomarbeit und der Arbeit war ich eigentlich schon vollständig ausgebucht. Trotzdem versuchte ich mich fit zu halten. Die Trainingseinheiten wurden vorallem am Wochenende absolviert, was sicherlich nicht optimal ist. Trotzdem muss ich sagen, dass ich nicht in schlechter Verfassung bin. Konnte ich doch dieses Jahr beide Tage am Wochenende gut trainieren, was letztes Jahr aufgrund der Schule nicht möglich war.  

 

So werde ich am 08. Mai in Lyss mit grosser Ungewissheit ins Rennjahr steigen. Mit der Berner Rundfahrt kann ich über ca. 3h ein hohes Tempo fahren, was als gute Vorbereitung für die Kraftwerktrophy mitte Mai in Wien dient. Ich hoffe nur, dass ich den einzigen Berg (wird 3 mal überquert) mit dem Feld passieren kann.

 

Nach Wien werden wir über Auffahrt fahren. Das Team steht fest.

Flavio und ich werden von weiteren 7 Personen begleitet, welche uns im Zielgelände anfeuern und verpflegen werden.

Das Ziel wäre sicher, mich nochmals um ein paar km zu steigern. Ich versuche mein Bestes zu geben. Wenn es nicht reichen wird, mein persönliches Ziel zu erreichen, so weiss ich auch, warum es nicht geklappt hat.

 

Am nächsten Donnerstag werde ich meine Diplomarbeit versenden. Mit einer Präsentation Ende Mai werde ich dann definitiv meine 3 jährige Ausbildung beenden. Ich hoffe, ich werde auch die letzte Hürde erfolgreich bestehen. Dann kann ich mich voll und ganz den Vorbereitung der folgenden Rennen widmen und bin mir sicher, bis zu meinem Saisonhöhepunkt in guter Form zu sein.

 

Im Weiteren ist sicherlich auch zu erwähnen, dass mich Schweizer Kurt in Fiesch und Merida total eingkleidet haben. Es freut mich sehr die Farben von Merida zu vertreten. Ich bin mir sicher, mit Kurt einen neuen, super Servicemann für meine Räder gefunden zu haben. Besten Dank Kurt.

 

Vor der Abfahrt nach Wien werde ich mich sicherlich nochmals melden.

(Auf einen Start am Einzelzeitfahren nächste Woche, werde ich mich kurzfristig entscheiden:-))

 

Bis bald und schöner Gruss

Simi

 

08. Jan. 2010: Jahresbeginn mit Unfall

Die Prellung, die ich mir am 27.Dez. 2009 beim Skifahren in Zermatt zugezogen habe, verhindert den richtigen Trainingsstart.

 

 

 

Nach einem Sturz auf der Piste, habe ich mir mit dem Ski das Schinbein geprellt. Das Schinbein ist bis am Abend heftig angeschwollen. Die Prellung war aber nicht unbedingt schmerzhaft. 

So habe ich mich in den nächsten Tagen auch nicht zu Ruhe gesetzt und genoss meine Ferien mit Schneeschuhlaufen, Joggen und Spinning.

Durch diese Betätigungen hat sich dann mein Schinbein wohl richtig entzündet. Nun sitze ich seit zwei Tagen mit hochgelagertem Bein und mit einer Dosis Antibiotika auf der Cautsch und  hoffe auf Besserung.

Die Entzündung hat sich seit Montag sicherlich zurückentwickelt, doch das Ei auf dem Schinbein bleibt hartnäckig und macht den Anschein, mein Bein als Residenz gemietet zu haben. Ich hoffe, ich muss es nicht operativ entfernen.  

 

Während den letzten zwei Tagen hatte ich Zeit, mein Rennkalender zu gestalten.

3 von 4 Rennen werde ich wohl in Österreich bestreiten.

Welche Rennen es sind, kannst du unter Vorhaben 2010 entnehmen.

 

Jetzt hoffe ich einfach auf schnelle Genesung und auf baldiges Training. Denn die Freude, die Motivation und der Willen etwas zu erreichen hab ich nun wieder gefunden. Es kann losgehen.

 

Bis bald

Simi

03. Jan. 2010

Das neue Jahr hat begonnen und die verschiedenen Vorsätze sind gemacht.

Ich habe mir nicht umbedingt einen Vorsatz gemacht, nein ich habe mir mit dem 01.Januar 2010 den Start in die neue Saison gesetzt.

 

Ich habe mich während den letzten Monaten gut ausgeruht und habe das Leben auf eine andere Weise geniessen können. Diese Zeit habe ich sehr geschätzt und hat mir sehr gut getan.

Den Jahreswechsel nutze ich nun, um mein Training für die kommende Saison richtig zu beginnen. 

Ab Montag werde ich mich langsam, doch konsequent auf die kommende Saison vorbereiten. In erster Linie werde ich viel Zeit auf dem Spinningrad verbringen. Mit zusätzlichem Joggen und Krafttraining werde ich mein Training abwechslungsreich gestalten können.

 

Ich freue mich auf die kommende Saison. Mit dem Rennkalender habe ich mich noch nicht richtig beschäftigt. Der Rennkalender sollte aber bis Ende Januar definitiv geplant sein.

Sicherlich auf dem Programm werden das Peakbreak und und die Kraftwerktrophy in Wien sein.

 

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute

 

Simi