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Start zur Tortour 17. Aug. 2017


Vor 6 Jahren stand ich zum letzten Mal am Start der Tortour. Lange ist es her und vieles hat sich in meinem Leben verändert. Die einzige Parallele zu damals ist mein Umfeld mit meiner Familie und Freunden, die mich in den letzten Jahren immer unterstützt haben. Vor allem haben sie meiner Entscheidung zugestimmt, als ich mich im Oktober 2016 entschieden habe nochmals den Schritt zurück in die Ultracyclingszene zu wagen. In den letzten Monaten wurde somit viel Zeit und Leidenschaft ins Radtraining investiert. Die etlichen Trainingskilometer waren spannend und abwechslungsreich. Vor allem mein neuer TrainigngspartnerSascha – leider nur bis Juni – machte die etlichen Kilometer umso interessanter. Nun ist aber Schluss mit Training und Vorbereitung.

 

Heute ist es so weit. Im Geheimen war die Tortour mit den 1`000km und 13`000HM schon lange mein persönliches Saisonziel. Da ich nicht wusste und manchmal selber an meinem Vorhaben zweifelte, habe ich lange mit der Anmeldung zugewartet. 

Heute bin ich zu 100% fit und bereitMein physische und psychische Verfassung passt um mich in die Herausforderung Tortour zu stürzen. Ebenso wichtig wie meine Verfassung ist das Team rund um mich. Ich bin sehr glücklich auf mein alt bewährtes Team zurückgreifen zu können. Mit Sascha und Reto bin ich gestern nach Schaffhausen gereist. Claudia, Nil und Mama werden uns heute noch verstärken. Die volle Unterstützung am Prolog heute Nachmittag ist also gesichert!Aufgrund der Prolog-Platzierung wird die Startreihenfolge der Tortour festgelegt. 

 

Am Abend wird Erwin noch zu uns stossen. Mit dem Team Sascha, Reto und Erwin werden wir dann die erste Nacht der Tortour in Angriff nehmen. Start erfolgt ab 00:30Uhr. Das Rennen könnt ihr über den Livetracker der Tortour und über die Facebook-Seite „Fanclub Ruff Simon“ verfolgen. 

 

Am Freitagabend in Aigle wird uns Erwin verlasen und wir werden unser Team mit Stefan und Julia neu verstärken.  Mein Ziel ist es, Julia bei Ihrer ersten Teilnahme als Betreuerin auf der zweiten Streckenhälfte nicht zu enttäuschenJ!

 

Claudia, Nil und Mama werden mich tagsüber in einem separaten Begleitauto unterstützen und begleiten. Ich freu mich sehr, meine Familie in meiner Nähe zu haben. 

 

Wie ihr seht, alles ist geplant und bereit. Es kann losgehen. Noch einige Stunden bis zum Prolog und ca. 12h bis zum Start der Tortour. Ich bin bereit, fühle mich fit und die Anspannung in mir beginnt zu steigen. Aktuell läuft also alles rund!

 

Zum Schluss möchte ich noch zwei Dinge loswerden: 

Ich bedanke mich bei euch allen. Sehr eindrücklich, wie ihr alle hinter mir und meinem Sport steht. Ich habe schon etliche Glückwünsche erhalten, die ich sehr schätze und mir zeigen, dass ich stets in Gedanken von euch allen getragen werde. 

Zudem möchte ich mich auch bei MERIDA und bei KURT SCHWEIZER „Bike Store Schweizer“ bedanken. Eine langjährige Zusammenarbeit konnte wieder intensiviert werden. Diese Unterstützung schätze ich sehr, VIELEN DANK euch allen!

 

Ich und mein Team haben ein klares Ziel und werden versuchen dies bis zum Ende des Rennens zu verfolgen! 

 

Nun hoffe ich auf eine unfallfreie Fahrt für uns und alle anderen Teilnehmer an der Tortour. Möge der Beste gewinnen! 

 

Simon

 

Tortour - vierter Anlauf 26.Juli 2017

Nach der Zieleinfahrt beim RATA war ich sehr glücklich. Mein Team hat mich trotz etlichen Krampfanfällen während den ersten 14h sicher und gesund ins Ziel gebracht. Hier einen herzlichen Dank an Claudia,Mama, Nicole, Reto und Nil, sie alle haben einen super Job für mich gemacht und mir dieses super Comeback ermöglicht!  

Nach dem eher missglückten Rennstart konnte ich während der Nacht und in den frühen Morgenstunden etliche Plätze gut machen. 

Das Rennen verlief je länger desto besser für mich. Nach 24h 8min habe ich dann das Ziel in Nauders überglücklich erreicht. Wenn ich denke, dass ich auf dem Mortirollo aufgrund der Krämpfe schreiend vom Fahrrad stieg, kann ich einfach nur glücklich sein, dass ich überhaupt das Ziel erreicht habe.

Letztendlich war ich nur 10min langsamer als im Jahr 2012. Dies zeigt mir, dass sich mein Aufwand in den letzten Monaten gelohnt hat.  Auch wenn dieser Rennbericht nur kurz ausfällt, muss aber trotzdem erwähnt sein, dass Sascha trotz viel Pech ein super erstes Rennen gemacht hat und nur ein Platz hinter mir in Ziel kam. Dies deutet auf eine Revanche hin. Ob es dann das RATA sein muss, werden wir noch sehen:-)!

 

Nach dem RATA brauchte ich ein wenig Abstand vom Radfahren. Erholung und eine Neuorientierung für den Rest meiner Rennsaison war angesagt.

Mit dem Fazit, dass es zu früh für den Saisonabschluss ist, habe ich während den Ferien in Österreich wieder mit dem Abspulen von Kilometern begonnen. Das Bergtraining wurde reduziert, das Rolltraining erhöht. Seit den letzten beiden Wochen verspüre ich wieder eine Steigerung meiner Leistung.

 

Aufgrund dieser Tatsache habe ich mich bei der Tortour gemeldet und nach einem Startplatz nachgefragt. Des einem Leid ist mein Glück. Aufgrund einer Absage erhielt ich kurzfristig noch einen Startplatz.

 

Der Start an der Tortour war schon zu Beginn des Jahres mein Vorhaben. Die Anmeldung habe ich bewusst ausgezögert. Ich wollte vor der Anmeldung sicher sein, dass ich mein lang ersehntes Ziel bei der vierten Teilnahme an der Tortour erreichen kann. 

 

So werden mein Team und ich am 18.Aug.2017 in Schaffhausen am Start stehen und die Runde - rund um die Schweiz - in Angriff nehmen. Es sind ca. 13`000hm und 1`000km zu bewältigen. Mein Team und ich freuen uns auf das Erlebnis, auf das Rennen und die Herausforderung etwas spezielles zu erreichen. 

 

Ihr werdet bestimmt  noch vor dem Rennen etwas von mir hören. Bis dahin, Simon

 

Die letzte Nacht vor dem Comeback 22. Juni 2017

Morgen ist es so weit. Nach 5 Jahren ohne wirklich gezielten Renneinsatz im Ultracycling kehre ich wieder an die Startlinie zurück! Zurück zu dem was mir im Leben Freude und Spass macht!
Der morgige Start am härtesten Eintagesrennen de Welt wird für mich in verschiedener Hinsicht speziell sein. Zum ersten Mal steht meine eigene Familie am Strassenrand und wird mich anfeuern. Ich bin mir ganz sicher, dass ich gerührt sein werde, wenn ich Claudia, Nil und unser heranwachsendes Baby im Bauch von Claudia am Strassenrand sehen werde! Sie alle haben mir diesen Start ermöglicht, dazu kann ich nur vielen Dank sagen und versprechen, dass ich für sie mein bestes geben werde.
Sehr speziell wird auch sein, dass ich nicht alleine am Start dieses Rennens stehe. Zum ersten Mal wird Sascha nicht in meinem Betreuerauto sein, sondern  mit mir an der Startlinie stehen. Etliche Stunden haben wir dieses Jahr gemeinsam trainiert und uns im April für dieses Rennen entschieden.  Es war uns beiden von Anfang an sehr bewusst, auf was wir uns einlassen. Aber der Wille gemeinsam an einem solchen Rennen teilzunehmen und erfolgreich zu finnischen ist grösser als die Fragezeichen, welche ich aktuell noch habe!  

Morgen werde ich an der Startlinie stehen und gespannt auf den Rennstart warten. Denn es ist an der Zeit meine offenen Punkte mir gegenüber beantworten zu können. Ich bin der Überzeugung, dass ich nach dem Rennen weiss, wie sich meine sportliche Karriere weiter entwickeln soll.

Schon vor dem Rennen möchte ich mich bei meiner Familie und meinem Team - Claudia, Nil, Mama, Nicole und Reto - für die Betreuung bedanken, Sascha für die super tollen gemeinsamen Tage ( ich hoffe es werden auch einige gemeinsame Stunden im Rennen geben ), so wie euch allen, die mir immer noch die Daumen drücken und an mich und meine Stärke glauben. Es wird morgen ein harter Kampf gegen die Uhr, Hitze, Höhenmeter, Kilometer und auch gegen mich selber geben. Doch mit eurer Unterstützung kann ich es schaffen das Ziel in Nauders erfolgreich und zufrieden zu erreichen! Bevor ich abschliesse und zu schlafen versuche, möchte ich mich noch bei Kurt Schweizer in Fiesch bedanken, der mein Material erneut in Top-Zustand gebracht hat, vielen Dank! 

Ich werde euch über die Homepage aufgrund der Betreueranzahl nicht informieren können. Doch wir versuchen euch über Facebook und Twitter immer up to date zu halten! 

Auf ein erfolgreiches und unfallfreies Rennen

Simon



Comeback in die Ultraszene - 11. Mai 2017

Volle Unterstützung der Familie, ein Kollege mit viel Überzeugungskraft, zwei gute Trainingslager. Diese Tatsachen müssen doch genutzt werden, oder?

 

Nun aber der Reihe nach... Das Vorhaben für dieses Jahr war klar. Ein Langstreckenrennen ist Pflicht. Entsprechend versuche ich mich seit Oktober 2016 wieder in Form zu bringen. Obwohl ich zwei intensive Trainingslager absolviert und Zeit ins Ausdauer- und Krafttraining investiert habe, bin ich mir bis heute nicht im Klaren, wie es effektiv um meine Form steht.

 

Entsprechend gross ist der Respekt vor dem Comeback. Doch wer nichts wagt, kann nicht gewinnen! Nach diesem Motto haben wir uns (Sascha und ich) einige Szenarien ausdiskutiert um uns gemeinsam auf eine erste Herausforderung zu stürzen. Um einen abgestimmten Rennkalender für beide zu bewahren und trotzdem ein absolutes Highlight zu erleben, haben wir uns für das RATA entschieden.

 

Das RATA ist das härteste Eintagesrennen der Welt! Mit 540km und 14`000 Höhenmeter ist das RATA ein extrem harter Brocken! Ein gewagter Schritt von Sascha und mir. Jedoch sind wir der Überzeugung, dass wir uns gegenseitig – vor und während dem Rennen – extrem gut unterstützen können!

 

Lange habe ich mir Gedanken über den Start am RATA gemacht. Als ehemaliger Finisher weiss ich genau, was auf mich zukommen wird. Um ehrlich zu sein, ein gewagtes Comeback. Jedoch ein Comeback, welches mir direkt die Richtung für die sportliche Zukunft weisen wird. Ich denke auch für Sascha wird dieses Rennen Antworten auf versch. Fragen geben.

 

Ich freue mich sehr auf die grosse Herausforderung, das Gefühl an der Startlinie zu stehen, die Erlebnisse mit dem Team während dem Rennen zu erleben, so wie die Überquerung der Ziellinie zu geniessen. Es wäre ein absoluter Knaller, wenn ich gemeinsam mit Sascha die Ziellinie überqueren könnte!

 

Bis bald und Grüsse

Simon

 

 

Auftakt in die Saison geglückt - 18. April 2017

Am Ostermontag durfte ich nach einer unfallfreien und intensiven Vorbereitung zum ersten Mal nach ca. 5 Jahren wieder fokussiert und mit einem klaren Ziel an der Startlinie eines Rennens stehen.

Klar habe ich das eine oder andere Rennen in den letzten Jahren bestritten, jedoch waren diese Rennen für mich als Spassfaktor bestimmt. 

 

Obwohl ich ein klares Ziel hatte, fühlte ich mich bis kurz vor dem Rennen sehr entspannt und locker. Als ich dann aber bei der Startnummerausgabe stand, wurde mir bewusst, auf was ich mich eingelassen habe. Ein Zurück gab es jedoch nicht mehr. Nach kurzem Einfahren war ich schon an der Startlinie und der Startschuss erfolgte. Der Startschuss in die Saison ist gefallen. 

 

Ich konnte mich während den 19 Runden sehr gut im Feld verstecken, versuchte mich jedoch immer in den vorderen Reihen aufzuhalten. Erstens, weil ich so den Überblick über das Rennen hatte - zweitens, weil ich einen Sturz in den engen Strassen und Kurven verhindern wollte. Bis zur Runde 14-15 lief alles nach Plan. Doch dann passierte es. Bei einer Überrundung einer kleineren Gruppe kam es direkt vor mir zu einem heftigen Sturz. Ich musste scharf abbremsen und wich auf die Wiese aus. Der Sturz konnte verhindert werden, leider verlor ich aber auf diese Weise den Anschluss an die Spitzengruppe, welche nun aus 4-6 Fahrer bestand. 

 

In der Verfolgergruppe hatten nur ich und ein zweiter Fahrer das Interesse die Führungsgruppe einzuholen. So legten wir uns während zwei Runden wirklich richtig ins Zeug. In Runde 17 von 19 sicherten wir dann den Anschluss an die Spitzengruppe. Die beiden verbliebenen Runden bis kurz vor Schluss habe ich mir die Zeit genommen und konnte mich nochmals gut erholen. Im Endspurt konnte ich das erste Mal in einem Rennen mithalten und überquerte die Ziellinie als dritter Fahrer. Weitere Infos zum Rennen findet ihr hier

 

Auch wenn es nur ein kleines, regionales Rennen war, war meine Freude über den Podestplatz und die tolle Leistung während dem Rennen sehr gross. Mit einem Schnitt von 41km/h auf ca. 45km war es ein relativ schnelles Rennen, in dem ich stets mithalten und auch immer wieder Flüchtige mit Lückenschliessen stellen konnte. 

 

Das Ergebnis an diesem Rennen zeigt mir, dass mein Formaufbau stimmt und im Stande bin, wieder dorthin zu kommen, wo ich damals meine "erste sportliche Karriere" beendet habe. Es ist nur eine Frage der Zeit und des Durchhaltewillens. 

 

Im nächsten Update wird es NEWS zu meinem Rennkalender 2017 geben. 

 

Sportliche Grüsse

Simon

 

AUF ZU NEUEM - 31. JANUAR 2017

 

Ein Blick auf die letzten News-Berichte zeigen, dass ich  vier Jahre ohne sportliche  Ziele lebte. Länger als ich selber erwartet habe. Der Plan im Sommer 2016 wieder Rennen zu bestreiten konnte ich nicht einhalten. Umso schöner war die Zeit mit Familie und Kollegen.

 

So habe ich den Plan zum Wiedereinstieg in die Ultra-Rennszene um ein Jahr verschoben und bin seit Oktober wieder aktiv. Krafttraining im Fitness, wie auch Ausdauertraining mit Spinning, Joggen und Langlaufen bilden meine Trainingseinheiten. Kaum einer wird mir glauben, dass ich im Oktober nach einer Trainingseinheit zwei Tage müde und erschöpft war! Ich selber stellte mir die Frage: Ist es das Alter, oder bin ich so unfit? Heute weiss ich, dass es an meiner vierjährigen sportlich mässigen Vergangenheit lag.

 

Vier Jahre ohne diszipliniertes Training hat meinen Körper verändert. Längere Radrunden waren nicht mehr genussvoll, sondern von Leiden und Schmerzen begleitet. Umso schöner ist es aktuell kleine persönliche Fortschritte zu erkennen. Es geht stets voran, jedoch ist es für nur schwer abschätzbar, wie fit ich wirklich bin. Aktuell stellt sich auch die Frage, wie werde ich ein längeres Rennen erleben? Wird es so sein wie 2009, als ich die erste Tortour gefahren bin, oder kann ich in nur einem Jahr an die letzten Erfolge anknüpfen? Fragen, die mich selber beschäftigen und mich anspornen!

Am 21.Januar 2017 habe ich die Schweiz verlassen und bin für 10 Tage nach Gran Canaria geflogen.  Wie schon im Jahr 2012 hatte ich tolles frühlingshaftes Wetter und konnte meine ersten Kilometer im Jahr 2017 abspulen. Ohne wirkliches Trainingsziel habe ich mein Rad aus dem Koffer genommen  und mit Radfahren begonnen. Ich wollte nur Spass haben und Kilometer sammeln. Dieses Vorhaben habe ich vollständig erfüllt. Zusätzlich sammelte ich noch etliche Höhenmeter die mir sicher nicht geschadet haben. Heute, an meinem letzten Tag auf Gran Canaria kann ich stolz auf ein sehr gelungenes Trainingslager zurückblicken. Täglich konnte ich mein Pensum an Kilometern und Geschwindigkeit erhöhen. Dies zeigt mir, dass ich mich bis anhin gut vorbereitet habe und auf dem richtigen Weg bin.

Da ich viele Stunden alleine auf dem Rad gesessen bin, hatte ich natürlich auch Zeit mich mit der kommenden Saison zu beschäftigen. Welche Rennen fahre ich, wann starte ich in die Saison usw.? Heute bin ich um einiges schlauer und ich habe mich entschieden. Ich möchte mir aber noch etwas Zeit nehmen, um damit an die Öffentlichkeit zu gehen.

So, nun ist es Zeit um nach Hause zu gehen. Ich freue mich riesig auf Nil und Claudia und werde mich in den nächsten Tagen bei meinem Liebsten gut vom Trainingslager erholen. Danke euch beiden, dass ihr mich bei meinem Vorhaben so toll unterstützt!

Bilder zu den Ausfahrten auf Gran Canaria findet ihr in der Rubrik Medien.

Sportliche Grüsse

Simon